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Der Start #2: Die erste Schulwoche

Nach der Einführungswoche, in der die Informationen nur so auf einen einprasseln, geht es in die Schulen. Da geht's dann genauso weiter... nur schlimmer.
In der ersten Woche haben wir...
- zwei Schulführungen bekommen.
- gelernt, mit dem schulinternen Mail- und Dateisystem umzugehen.
- mehrere nette Gespräche mit der Schulleitung gehabt.
- unsere Kaffeechips und eine Erläuterung der Kaffeemaschine gekriegt.
- unsere Stunden zugeteilt bekommen und die Stundenpläne drum herum gebaut.

Dazu sollte ich vielleicht was erklären. Im letzten Eintrag habe ich geschrieben:
"Als Ref soll man mindestens 10 Stunden Schule pro Woche haben. Diese Stunden teilen sich auf in Unterricht in eigener Verantwortung (UieV) und Ausbildungsunterricht.
Im UieV (ja, die benutzen diese ganzen Abkürzungen wirklich! Das ist schlimmer als beim Bund!) sitzt man tatsächlich alleine. Außer, man läd sich jemanden ein. Aber sonst ist das wirklich der eigene Unterricht, den man auch alleine und selber planen muss."

Der UieV ist - das sagen zumindest Schulleitung und Ausbilder - ein Überbleibsel aus der Zeit des Lehrermangels. Da gab es so wenig Lehrer, dass Referendare eigenverantwortlich unterrichten MUSSTEN, 6 Stunden pro Woche. Dieses Pensum an UieV ist in der Ausbildung irgendwie erhalten geblieben und man spricht (vermutlich aus Gründen der Eitelkeit) kaum noch davon, wie dieser Unterricht eigentlich hieß:
"Bedarfsdeckender Unterricht".
Da inzwischen nicht mehr so viel Bedarf besteht, sind die 6 Stunden UieV keine Pflicht mehr. Ich hab zum Beispiel nur 2 Stunden pro Woche, um die ich mich alleine kümmern darf/muss. Bei meinen Ref-Kollegen sieht das meistens ähnlich aus. An unserer Ausbildung ändert das kaum was. Es muss in der Personalakte vermerkt werden, dass aus schulorganisatorischen Gründen nicht mehr UieV möglich war und gut ist.
Mich stören die "nur" zwei Stunden die Woche auch nicht sonderlich... Außerdem werden jetzt schon Stunden geplant, die ich in anderen Klassen übernehmen kann. Das passiert dann immer in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern. Sprich, ich kriege von denen Material und einen groben Ablauf und denke mir die Details (Einstieg, Arbeitsweise) selber aus. Auch nett.
Insgesamt komme ich auf 12 Stunden Unterricht die Woche, zwei davon UieV, 10 Ausbildungsunterricht unter der Anleitung von fertigen Lehrern.
Das zum Stundenplan und zur Unterrichtsverteilung.

Mir wurde ein Wunsch zugetragen:

Ernie: du musst mehr bloggen
kleineschwester: Morgen schreib ich wieder was, jetzt gleich muss ich Bier trinken gehen. Haste nen Wunsch worüber?
Ernie: bier
Ernie: vorbildfunktion von lehrern
Ernie: und
Ernie: "was meine schüler nie über mich wissen dürfen"

Alles klar, Thema "Bier":
Mag ich. Trinke ich lieber als Wein. Allerdings eher milde, süffige Sorten, nicht zu herb. In einer Kneipe in unserer Nähe gibt es ein hervorragendes tschechisches Bier. Das sieht aus wie flüssiges Gold! Megagut!
Gestern gabs dann aber doch Gin-Tonic.

"Vorbildfunktion":
Haben Lehrer immer. Egal, ob sie es wollen oder nicht, die Vorbildfunktion ist immer irgendwie da. Auch, wenn Schüler es abstreiten Das betrifft auch Kleinigkeiten: Wenn wir von den Schülern erwarten, dass sie ihre Sachen dabei haben sollen, dürfen wir nicht ständig was im Lehrerzimmer liegen lassen. Wenn sie pünktlich sein sollen, dürfen wir nicht zu spät kommen. Das ließe sich ewig so weiter führen.
Worauf er aber vielleicht auch anspielte:
Ich lebe in der gleichen Stadt, in der ich auch unterrichte. Spricht, mir laufen sicherlicht häufiger Schüler und Eltern über den Weg. Vielleicht auch, wenn ich abends mal auf ein Bier rausgehe. Die Zeiten des "Auf-den-Tischen-Tanzens" sind also wohl vorbei. Schade auch.

"Was meine Schüler nie über mich wissen dürfen"
- wie nervös ich vor manchen Stunden bin.
- dass ich mir manche Stundenphasen immer wieder selbst erkläre.
- wie gut mein Umgang in der Schule mit Spickzetteln war.
- dass ich Pretty Little Liars schaue... das sollte eigtl. auch sonst niemand wissen.
to be continued...


Die ersten beiden Punkte klingen wahnsinnig ängstlich. Das ist am Tag vor meinem UieV so. Spätestens nach der Begrüßung bin ich aber wieder die Ruhe selbst

Im nächsten Beitrag: Warum ich Donnerstag 78 Anspitzer bestellte.

9.2.14 10:44
 
Letzte Einträge: Blogwürdige Sachen, Müdemüde, Ferien!, Rückmeldung von Seminarleitern #1, Nach den Ferien, Umzug!


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