2011 bei kleineschwester

Zugenommen oder abgenommen?

Eher gleichbleibend.

 

Haare länger oder kürzer?

Länger. Muss mal wieder zum Friseur

 

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Wahrscheinlich kurzsichtiger, habe es aber noch nicht testen lassen.

 

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr.

 

Der hirnrissigste Plan?

Mit dem großen Bruder zusammen Bacardi und Jägermeister zeitgleich zu trinken.

 

Die gefährlichste Unternehmung?

Einen Wolf in meine Wohnung zu lassen. Es endete gut.

 

Die teuerste Anschaffung?

Der neue Rechner. Aber da mein Laptop abgerauscht ist, brauchte ich leider was Neues.

 

Das leckerste Essen?

Fischstäbchen und Kartoffeln, die mir mein Wolf nach einem Migräneanfall meinerseits gekocht hat. Es ist einfach ein Traum, wenn man mit Schmerzhalluzinationen einschläft, ohne Schmerzen aufwacht und vor einem Fischstäbchen, Kartoffeln und der beste Mann der Welt stehen.

 

Das beeindruckendste Buch?

The Help.

 

Der berührendste Film?

Verblendung. Ja, schon etwas älter, aber dieses Jahr erst gesehen. Gabs von der großen Schwester zu Weihnachten.

 

Das beste Lied?

Flogging Molly - A Prayer for me in Silence

 

Das schönste Konzert?

Das Casper-Konzert auf der Maiwoche. Hatte aber nichts mit der Musik zu tun.

 

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Meinem Wolf.

 

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Meinem Wolf und dem großen Bruder.

 

Vorherrschendes Gefühl 2011?

"Was kommt als nächstes? Alles neu!"

 

2011 zum ersten Mal getan?

Wild gegessen.

 

2011 nach langer Zeit wieder getan?

Zu viel gearbeitet, zu viel Stress, aber auch viel Spaß dabei gehabt.

 

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen:

Zwischenzeitliche Schlaflosigkeit.

Ständige Jobwechsel.

Stress mit meiner BA.

 

2011 war mit einem Wort…?

Neu.

Alles neu: Wohnung, Jobs, Mann, Leben. Und es fühlt sich richtig an

30.12.11 11:01, kommentieren



Schöne Weihnachten...

... gab es bei mir! Gegen alle Erwartungen war es ein schönes Fest. Aber der Reihe nach.

24.12.2011

kleineschwester isz von 9:00 bis 17:00 im Restaurant des Seniorenstiftes eingeteilt. Es gibt jede Menge zu tun, obwohl das eigentliche Café gar nicht auf hat. Im Restaurant ist eingedeckt für ein besinnliches, gemeinschaftliches Kaffeetrinken der Bewohner mit musikalischen Einlagen und Pipapo. Sehr schön das alles! Die Bewohner sind zufrieden, mir tun die Füße weh und um 17:05 kann ich gehen. Ich wandere zur Bushalstestelle um dann gegen 17:35 bei meinem Wolf anzurufen. Folgender Dialog:

kleineschwester: "Sag mal, oh du mein Herzenswolf... ich fühle mich etwas verarscht, es sollten schon drei Busse kommen und ich hab noch keinen einzigen gesehen. Kann es sein, dass in dieser Stadt am heiligen Abend keine Busse fahren..? Magst du mal im Internet schauen?

Wolf: "Doooch, eigentlich fahren Busse, aber ich schau mal... *tipptipptipp* Oh. Ne. Erst morgen früh um neun wieder."

kleineschwester: "Top. Dann lauf ich mal weiter."

Um ca 17:50 kam mir mein Wolf auf halber Strecke entgegen und den Rest des Weges bewältigten wir zu zweit.

Zu Hause angekommen: Duschen, das vorbereitete Essen in die Endphase bringen und in den Ofen schieben. Während es im Ofen brutzelt:

Bescherung! 

Konzertkarten, Überlebensbücher, Spiele und Dvds...die kleineschwester ist aufs Äußerste beglückt!

Dann Essen, noch ein Malzbier trinken und um ca 22:00 folgendes Bild:

Der Wolf in einer undenkbar ungemütlichen Position, wach, einen Film schauend, die kleineschwester zusammengekringelt auf ihm, tief schlafend.

 

25.12.2011

kleineschwester ist von 11:00-19:00 eingeteilt. Erst Restaurant, dann Café. Großkampftag, es gibt ein Menü mit 4 Gängen für die Bewohner, 3 davon bekommen sie an den Tisch gebracht.

kleineschwester strahlt in die Runde, ist freundlich, gibt sich Mühe und verteilt Wein. Das Ergebnis: Von ca 100 Gästen sind nur 2 Damen etwas angesäuert, weil es nicht schnell genug ging. Sonst sind alle sehr zufrieden.

Mein Lieblingsmoment beim Mittagessen:

kleineschwester: "Frau P., darf ich Ihnen noch Wein nachschenken?"

Frau P.: "Ohja, noch einen kleinen Schluck bitte... Sagen Sie, wie heißen Sie?"

kleineschwester: "kleineschwester. Ist es so recht?"

Frau P.: "Ja, Frau kleineschwester, das ist gut so, dann kann ich gleich gut Mittagsschlaf machen."

Einige Momente später, als ich bei zwei anderen Damen am Tisch stehe und frage, ob ich nachschenken dürfe, schreitet Frau P. - übrigens eine sehr mobile, rüstige, freundliche Dame - an mir vorbei und sagt freundlich-tadelnd:

"Frau kleineschwester, ich merke sehr wohl, was ich getrunken habe!" und schreitet leicht schwankend von dannen.

Ich glaube, ich habe sie abgefüllt...muss die Thekenerfahrung sein.

Diesmal komme ich sogar mit dem Bus nach Hause und schlafe ebenfalls, nach einigen Anrufen bei meinen Eltern, wieder sehr seelig gegen 22:00. Muss der Sekt gewesen sein, mit dem wir angestoßen haben auf der Arbeit.

 

26.12.2011

Nochmal ein langer Tag, 11:00 - 19:00, allerdings ohne besondere Vorkommnisse auf der Arbeit.

Im Anschluss an diese gabs Feuerzangenbowle bei Freunden vom Wolf. Heiß und lecker, aber nach drei Bechern war ich sehr hinüber. War wohl nötig.

 

Obwohl ich meine Familie an den Feriertagen nicht sehen konnte, war es irgendwie rundrum schön. Die Stimmung im Seniorenstift war toll, die Herrschaften waren gut zufrieden und haben viel zurückgegeben. Heute hole ich mit meinen Eltern noch ein wenig Weihnachten nach, wir gehen zusammen Essen. Aber vorher sind wir noch kurz bei mir in der Wohnung. Daher: Staubwischen!

Ich wünsche allen noch einen guten Start ins neue Jahr!

28.12.11 11:21, kommentieren

Weihnachten zu zweit

Dieses Jahr gibt es in meinem Leben einen großen Bruch in der Tradition: Ich feiere Weihnachten ohne meine Familie. Der Grund: Der Nebenjob.

Im Café bin ich alle drei Weihnachtstage eingeteilt und kann da leider auch nichts dran ändern. Tja. Ist halt so. Das heißt, dass ich nicht aus meiner Wahlheimat zu meinen Eltern fahren kann. Die Zugverbindungen über Weihnachten sind jenseits von gut und böse und es lohnt sich leider so gar nicht, für ein paar Stunden heim zu fahren.

Deshalb feiere ich dieses Jahr in meiner Studentenbude. Aber zum Glück nicht alleine: Mein Wolf ist ja da. Wir bereiten schon fleißig Weihnachten vor: Wir haben Kekse gebacken, ich hab meine erzgebirgliche Holzdeko aufgestellt und als ich letzten Samstag von der Arbeit heim kam, stand da ein wunderhübscher kleiner Baum. Total cool: Der Baum ist noch eingetopft, mit Ballen und so. Also bleibt er noch lange frisch und kann dann im Garten einer Freundin übersommern bis zum nächsten Fest. Er ist sogar schon weihnachtlich geschmückt: blaue Holzsterne, blaue Kugeln, naturbelassene Olivenholzanhänger und selbstgebackene Lebkuchen in Eichhörnchen- , Bär-, Wolf- und Elchform. Er sieht so schön aus und duftet ganz toll!

Meine Weihnachtstage verbringe ich dann bis abends im Café mit den lieben Bewohnern des Seniorenstifts. Am Anfang war ich noch sehr traurig, Weihnachten bei meiner Familie ist einfach zu schön. Aber einmal kann ich es eh nicht ändern und zum anderen ist die Stimmung im Seniorenstift einfach sehr angenehm. Inzwischen freue ich mich sogar schon etwas darauf!

Außerdem verbringe ich die Abende mit meinem Wolf. Der wohnt vorübergehend bei mir. Seine Wg hat sich aufgelöst und er hat Obdach bei mir gefunden. Das Thema zusammenziehen stand schon im Raum, aber leider ist mein Referendariat nicht allzuweit entfernt. Das macht die Sache kompliziert. Deshalb ist er eigentlich nur auf Zeit hier. Aber diese Zeit genießen wir.

14.12.11 13:05, kommentieren

Die Sache mit dem Nebenjob #2

Ich habe in der Schülerhilfe angefangen. Meine Gruppe besteht aus einem Mädchen und drei Jungen, die alle Deutsch als Zweitsprache gelernt haben. Das Mädchen ist eine kleine Hermine aus Harry Potter: Weiß alles, kann alles, macht alles. Aber sehr talentiert, fleißig und eigentlich eine ganz Liebe. Die Jungs sind sehr unterschiedlich. Von einem - dem gemütlichen Russen -  werde ich wohl so gut wie nie schreiben. Er ist ruhig, ein bisschen faul, aber aufgeweckt und freundlich. Ein ganz anderes Kaliber sind die beiden Herren, die noch übrig bleiben. Mehmet und Dustin können sich nicht leiden. Ab-so-lut nicht. Sie kennen sich aus der Schule und Dustin ist da wohl ein kleiner Pain-in-the-Ass. Mehmet ist ein Heißblut, kocht schnell über und wird aggressiv. Für Dustin ein Riesenspaß. Er provoziert Mehmet, bis etwas passiert und dann haben wir den Salat. Mehmet ist leider nicht nur leicht aus der Ruhe zu bringen, sondern wird dann auch schnell respektlos mir gegenüber. Die ersten fünf Sitzungen waren ein einziger Kampf, der in einem Gespräch mit seiner Mutter gipfelte. Die fiel aus allen Wolken. Zu Hause sei er lieb, ruhig, hilfsbereit... Leider nicht in der Schülerhilfe.

Seit dem Gespräch haben wir einen Vertrag: Er muss seine Arbeitsmaterialien mitbringen, mitarbeiten, ruhig und respektvoll bleiben, dafür achte ich darauf, dass Dustin ihn in Ruhe lässt. Mit dem hatte ich dann auch ein Gespräch, er will sich brav zeigen...wir werden sehen. Die ersten zwei Sitzungen nach den Gesprächen waren angenehm ruhig. Bei der ersten waren nur Mehmet - sehr kleinlaut und lieb - und der russische Ruhepol da. Wir haben Deutsch gelernt, Hausaufgaben gemacht und danach Tabu gespielt. So muss das!Die zweite Sitzung mit Mehmet, Dustin und einem Freund von Mehmet war auch gut, etwas lauter, aber immernoch schwer in Ordnung. Mal sehen, wie es nachher weiter geht.

Ab diesem Monat arbeite ich zusätzlich in einem offenen Café eines Seniorenstifts. Das Probearbeiten war lustig, die älteren Herrschaften freuen sich über jedes neue Gesicht:

Omi: "Sind Sie neu hier?"

Ich: "Heute bin ich zum Probearbeiten da."

Omi: "Kommen Sie jetzt öfter?"

Ich: "Wenn ich die Stelle als Aushilfe bekomme, dann ja."

Omi: "Als Aushilfe? Was machen Sie denn sonst noch?"

Ich. "Ich studiere."

Omi: "Ach, das ist ja nett!"

Letztes Wochenende war ich zum Einarbeiten da. Anstrengend, aber ich habe Lob bekommen Da freut sich das Herz der kleinenschwester

1.11.11 11:08, kommentieren

Die Sache mit dem Nebenjob

Ein Job, der mir Spaß bringt, nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt und mit dem ich mich finanziell über Wasser halten kann. Scheint ganz schön viel verlangt zu sein...

Als ich einem guten Freund heute meine jobtechnischen Überlegungen schilderte, war der meistgesagt Satz „Wumpe, Hauptsache, es gibt Geld.“

Ja.

Ne.

Dann hätte ich auch die eine Nachhilfestelle annehmen können, bei der ich locker 20€/Stunde nehmen könnte. Allerdings war ich dort schon und weiß, dass die Mutter ihre Kinder so lange lernen lässt, bis die am Schreibtisch einschlafen. Das unterstütze ich nicht. Soll die sich wen anders suchen, ich mach da nicht mit.

Nachhilfe ist allerdings eine Option. Heute fange ich bei einer Schülerhilfe speziell für Fünft- und Sechstklässler an. Eigentlich mag ich Schülerhilfen nicht so gerne... Oft zahlen sich die Eltern dumm und dämlich, aber für die Kinder ist der Erfolg nur mäßig. Diese scheint jetzt recht gut geführt, mal sehen, wie der erste Nachmittag läuft.

Im Laufe der Woche gibt es noch zwei Vorstellungsgespräche: Einmal Thekenmieze, Einmal Kaffeeschubse. Und eine Nachhilfeschülerin, also, eine vielleicht zukünftige Nachhilfeschülerin, kommt vorbei, damit wir uns mal kennen lernen und schauen, ob wir miteinander auskommen.

Puh, ganz gut was vor.

Ich bin gespannt, welcher Job es am Ende wird. Ich hätte gerne einen Ausgleich zum Studium, Kontakt mit Leuten, Spaß bei der Arbeit. Aber ich muss meine Erwartungen vielleicht ein wenig runter schrauben.

Übrigens: Auf mein Inserat meldete sich auch ein junger Hobbyfotograf, der nach eigener Aussage Bilder im Bereich Teilakt und Bodypainting macht. Die Bilder werden nicht veröffentlicht, nicht für kommerzielle Zwecke eingesetzt. Honorar für ein Shooting: ab 300€ aufwärts. Als ich nach Bildern fragte, wurde ich aber abgewiesen. Die Bilder seinen schon recht freizügig und deshalb verschicke er sie nicht.

Aha.

Von Teilakt und Bodypainting zu „zu freizügig zum Verschicken“.

Interessant.

Nein.

26.9.11 14:35, kommentieren

Master of Desaster!

Gestern, als ich auf dem Weg zum Prüfungsamt war, um mal nachzufragen, wie es mit meinr Master-Zulassung aussieht, flatterte eben diese Zulassung in meinen Briefkasten. Da fielen jede Menge Wackersteine von meinem Herzen, ich hatte wirklich Sorgen, dass die Uni sich da aus irgendeinem kühlen Grund quer stellt und ich das nächste Semester improvisieren muss. Aber so kann ich meinen geplanten Stundenplan angehen, jetzt so langsam entsprechende Bücher besorgen und endlich mal wieder durchatmen.

Mein nächstes Semester wird übrigens derbe cool: Weil ich eher eine von den Streber-Studentinnen bin, hab ich die letzten Semester gut vorgearbeitet und habe deshalb im nächsten Semester immer Donnerstag und Freitag frei. Booya!

15.9.11 09:13, kommentieren

Umgekrempelt

Seit ein paar Monaten ist mal wieder alles anders. Nachdem ich in meinem Anfangspost als Hauptberuf noch Soldatenbraut angegeben hab, hab ich diese grüne Mütze vor einiger Zeit an den Nagel gehängt. Endgültig. War nicht schön, aber nötig und befreiend. Eine der besten Entscheidungen seit langem.

Das mit der Thekenmietze im Nebenberuf hat sich bisher auch mal wieder erledigt. Leiderleider haben meine Chefs den Laden SO erfolgreich in den Sand gesetzt, dass an einen Neustart nicht zu denken ist. Tja, ist die kleineschwester wieder auf Jobsuche. Mal sehen, was sich ergibt.

Nebenher (ja, genau) steht die Bachelorarbeit auf dem Plan und die große Frage, ob ich in diesem Wintersemester noch einen Masterplatz erhalte. Punkte und Klausuren hab ich mehr als genug gesammelt, ich bin gespannt, was das Prüfungsamt sagt. 

Nachdem die Soldatenbrautgeschichte erledigt ist, gibt es auch "den Neuen". Der Neue, mein Wolf, hat sich in mein Leben geschlichen und ist schon nicht mehr wegzudenken. Der Wolf ist liebevoll, anschmiegsam, aufmerksam, loyal und ein bisschen gefährlich. Wie ein Wolf eben so sein soll. Er bringt von der Arbeit kommentarlos das Buch mit, das ich schon so lange lesen will und mir nicht leisten konnte und kocht Fischstäbchen mit Kartoffeln, wenn ich mich mit einem Migräneanfall zum Sterben aufs Sofa lege. Er hat die traumhaftesten braunen Wolfsaugen, die man sich vorstellen kann und die ganz weich und sanft werden, wenn er mich anschaut. Ich war lange nicht so glücklich, kribbelig und voll mit Gefühlen...

Eine der wichtigsten Sachen in der nächsten Zeit für die kleineschwester: Am Wochenende gehts in die Heimat, vor allem, um dem großen Bruder beim Musikmachen zu zu schauen und danach ein, zwei Bier mit ihm zu trinken. Als kleineschwester ist man Fan seines großen Bruders, das ist so festgelegt. Da er der coolste Bruder der Welt ist, ist das auch nicht schwer. Es wird ein Fest!

14.9.11 13:17, kommentieren


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