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27.4.14 19:05


Nach den Ferien

Die ersten Stunden nach den Ferien waren sofort wieder sehr spannend. Schule ging jetzt am Mittwoch wieder los und mittwochs habe ich meine Chaoten-Acht direkt in den ersten beiden Stunden.
Vor den Ferien haben sie sich bei einem Experiment mehr als daneben benommen: Es war laut, Sicherheits-und Versuchsanweisungen wurden nicht eingehalten, etc und ich musste daher den Tag mit einer Schimpftirade beginnen. Dann gabs erste mündliche Noten. Für einige auch kein Spaß, vor allem für die beiden, die sich selbst auf drei eingeschätzt haben, aber aktuell eher fünf stehen.
Notengebung ist auch für Lehrer kein Spaß. Mein Seminarleiter sagte mal, dass wir jedem misstrauen sollen, dem Notengebung leicht fällt. Es ist aber auch ein Kreuz: Ich hab da z.B. wen sitzen, der seine Unterlagen sorgfältig führt, aber sich im Unterricht nur auf Ansprache äußert. Dafür stört er aber auch nicht, er ist einfach kaum da. Dann hab ich da welche, die gerne den Unterricht stören und ihre Hausaufgaben vergessen, aber dafür toll bei den Experimenten mitarbeiten und sehr motiviert sind. Was gebe ich jemandem, dessen Antworten definitiv sehr gut sind, der aber keine Mappe führt und im Unterricht ständig nebenbei mit dem Nachbarn quatscht?
Die erste Einschätzung ist die schwierigste, danach wird es besser, das sagen zumindest meine Mitreferendare. Dass die erste Einschätzung schwierig ist, kann ich schon mal bestätigen. Ob es einfacher wird, kann ich vielleicht auch irgendwann sagen. Im Moment bin ich erstmal froh, dass ich mit dem Punkt für den Augenblick durch bin. In die Ganzjahresnote wird dann ja noch eine Klassenarbeit gerechnet, die zumindest ein Drittel zählt. Klassenarbeiten konzipieren ist übrigens auch blöd

Der Stand meiner To-Do-Liste der Ferien sieht übrigens wie folgt aus:

  •     UieV für meine 8. Klasse planen:
Hab ich. Bis ca zur Klassenarbeit. Noch nicht im Detail, aber die grobe Planung und die Arbeitsblätter sind fertig.

  •     Protokolle eben dieser Klasse kontrollieren:
Jap, hab ich.

  •     Mündliche Noten festsetzen:
Auch das.

  •     Den Balkon vollständig begrünen:
Mal sehen: Acht Blumenkästen am Balkongeländer, vier große Töpfe, um die zehn kleine. Ja, es ist recht grün Ein bisschen Arbeit hab ich damit noch, aber das wird!

  •     Die "Der dunkle Turm"- Saga lesen (Yay! Acht neue Bücher!):
Den ersten hab ich und den zweiten zur Hälfte. Übrigens auf meinem Kindle gelesen. Ich fang an, das Ding zu mögen. Unschlagbar, wenn man unterwegs ist (und ihn vorher geladen hat )

  •     Einen Hausflohmarkt veranstalten:
Haben wir. Einige Sachen müssen noch über Ebay weg, aber der Hausflohmarkt ist schon gemacht. Jetzt geht es ans Entrümpeln.

  •     Aufräumen! Mein Schreibtisch sieht aus...-.- :
Hab ich auch... aberes sieht hier schon wieder schlimm aus...
24.4.14 15:02


Außerhalb der Schule: Gemüsekisten!

Die große Schwester hat schon seit einigen Monaten eine Gemüsekistenabo bei ihrem lokalen Bioladen und ich war immer etwas neidisch: Jede Woche kriegt sie eine Kiste mit frischem Bio-Obst und -Gemüse vor die Tür gestellt. Immer mit Überraschungseffekt: Was ist diesmal drin und wie verarbeite ich das...?
Ich finde das ein cooles Prinzip. Das meiste kommt aus der Region, alles Exotische stammt aus nachhaltigem, fairen Anbau. Und, das finde ich immernoch mit am spannendsten: Man wird häufiger mal überrascht und muss dann beim Kochen kreativ werden.

Vor kurzem habe ich dann einen solchen Lieferservice in unserer Umgebung aufgetan und heute meine erste Kiste erhalten.

Folgendes war drin:
Äpfel, Porree, Spitzkohl, Bananen, Kiwi, Cherrytomaten, Kopfsalat und ein Bund Bärlauch.


Das Obst geht irgendwie so weg, genau wie die Tomaten und die Porreestangen.
Beim Spitzkohl habe ich suchen müssen und ein Rezept für eine Quiche gefunden, die es direkt heut Abend geben wird.
Bärlauch wird zu Salat oder Bärlauchcrepes verarbeitet, ich weiß noch nicht genau. Und den Kopfsalat gibt es mit einer Orangenvinaigrette.

Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Woche

8.4.14 12:36


Rückmeldung von Seminarleitern #1

Die Rückmeldung, die wir Referendare von unseren Seminarleitern kriegen, ist wichtig für unsere Weiterentwicklung, sie übt berechtigte Kritik an den gehaltenen Stunden, ist manchmal sehr hilfreich, trifft einen manchmal auf einer persönlichen Ebene und ist manchmal einfach saukomisch...

In den nächsten Monaten werde ich versuchen, manche Goldstücke zu sammeln und aufzulisten. Manche davon habe ich selbst zu hören bekommen, manche von anderen Refs gehört.
Viel Spaß!

 

  • "Sie sprechen immer so melodisch, so fröhlich. Überlegen Sie mal, ob das gut ist für die Stunden."

 

  • "Tragen Sie häufiger Halstuch? Ohne wirkt man viel offener... denken Sie an Angela Merkel!"

 

  • "Sie hätten die Ergebnissicherung auch mit Folienschnippseln machen können. Aber nicht in dieser Klasse."

 

  •  "Ich sage jetzt mal nur das, was an der Stunde hätte optimiert werden können: [...] Ach, und im Unterrichtsgespräch müssen Sie die Schüler mehr LOBEN!"
4.4.14 11:21


Ferien!

Gestern war der erste Tag meiner ersten Ferien "von der anderen Seite" aus. Gute Sache! Ich hab zwar auch in den Ferien einiges zu tun, aber die wöchentlichen Seminare und natürlich der Unterricht fallen bis zum 22.4. weg. Fast 3 Wochen! Krass

Meine To-Do-Liste für die Ferien sieht bisher aus wie folgt:

  • UieV für meine 8. Klasse planen (die sich in der letzten Stunde vor den Ferien benommen hat wie ein Sack Flöhe... dazu an anderer Stelle)
  • Protokolle eben dieser Klasse kontrollieren und...
  • mündliche Noten festsetzen
  • den Balkon vollständig begrünen
  • die "Der dunkle Turm"- Saga lesen (Yay! Acht neue Bücher!)
  • einen Hausflohmarkt veranstalten
  • aufräumen! Mein Schreibtisch sieht aus...-.-

An der Planung für die 8. sitze ich schon. Bis zu den Sommerferien ist gar nicht mehr sooo lang. Uiuiui...

4.4.14 11:14


Müdemüde

Habt ihr euch mal mit (Jung-)Lehrern unterhalten? Alle werden euch sagen "Das Ref war die schlimmste Zeit!".
Hm. Hmmm. Naja. Ich bin ja noch nicht lange dabei und werde in meinem zweiten Halbjahr vermutlich nochmal anders darüber denken, aber aktuell finde ich es schrecklich anstrengend und aufwändig, aber okay.
Man muss irgendwie damit klarkommen, dass man ständig, dauernd und immer bewertet wird. Jede Woche sitzt ein Ausbildungslehrer, ein Fachleiter, ein Mitreferendar, ein Praktikant, wasauchimmer im Unterricht, guckt sich den Kram an, den man da macht, und sagt einem danach, was alles Kacke war. Das schlaucht.
Jede Stunde, die ich halte, braucht aktuell mindestens eine Zeitstunde Vorbereitung. In Chemie kommt noch dazu, dass ich alle Experimente, die ich durchführen lasse, erst selber teste, damit ich meine SuS nicht in die Luft jage.
Das schlaucht auch, braucht halt Zeit.
Aber, es macht in den meisten Fällen echt Spaß, die Stunden zu halten.
Vor allem, wenn sie klappen

Das, was richtig nervt, ist eigtl das Drumrum. Ich werde den Sonntag Nachmittag z.B. damit verbringen, ein Handout zu erstellen. Hausaufgabe fürs Deutschseminar. Vergangenen Donnerstag war ich den ganzen Nachmittag für Chemie unterwegs, Blockseminar. Kommenden Donnerstag bin ich den ganzen Tag in Hannover, Fortbildung.
Yay.
Dann lieber 3 Doppelstunden in meiner anstrengenden achten Klasse

 Also, bisher ist das Ref anstrengend, aber noch nicht die schlimmste Zeit ever. Aber ich werde mich in ca einem halben Jahr nochmal an heute erinnern und eine Bilanz ziehen. Mal sehen, wie es dann aussieht.

21.3.14 23:16


Blogwürdige Sachen

Sobald man einmal in dem System Schule drin ist (von der anderen Seite diesmal), kommt ganz schön viel Arbeit auf einen zu. Die letzten Wochen waren recht wild:
Fachkonferenzen, Personalkonferzen, Unterrichtsbesuche, Gemeinsame Unterrichtsbesuche (nicht meine eigenen, ich hab mir nur welche angeschaut) und natürlich "nebenher" noch die übliche Stundenplanung. Wenn man das nicht gewöhnt ist: Puh.
Jetzt grade wird es ein wenig ruhiger. Naja, mehr oder weniger.
Neben meiner eigenverantwortlichen Klasse 8 in Chemie mache ich noch eine Einheit zum Szenischen Spiel in der 5. Klasse. In der kuscheligen 9. Klasse laufe ich noch mit, aber unterrichte grade nicht selber. In den nächsten eineinhalb Wochen stehen noch zwei Unterrichtsbesuche an, einer von meinem Deutschfachleiter, einer vom Pädagogen. Letzte Woche war mein Chemiefachleiter da und hat mal in meine 8. Klasse reingeschaut. War wohl nicht so schlimm
Mit denen komme ich auch recht gut voran, die scheinen Chemie gar nicht sooo blöd zu finden zum Teil.

Richtig nervig war dieser Konferenzkram. Ich glaube, das mag keiner, aber man muss es halt machen. Auf der Personalkonferenz wurde ein rigoroses Handy- und Smartphone-Verbot ausgesprochen. Auch in den Pausen haben die Dinger in der Tasche zu bleiben.
Haja. Muss wohl so sein. Es gab offensichtlich Fälle, in denen Unterricht mitgefilmt wurde, das geht natürlich ohne Absprache nicht. Aber ich sehe es irgendwie als Kampf gegen Windmühlen. Was bei den Schülern jetzt das Smartphone ist, waren bei uns Handys und MP3-Player, waren davor Disc- und Walkmans, waren davor Zeitschriften,...
Dass die Dinger im Unterricht nichts verloren haben, ist logisch. Und aktuelle Handys oder Smartphones verfügen blöderweise über die Technik, dass man mit ihnen filmen kann. Dementsprechend ist das komplette Verbot zwar verständlich, aber die Hexenjagd, die während der Konferenz auf die technischen Spielzeuge eröffent wurde, war recht...naja.
Die Schüler wären ja SÜCHTIG nach den Dingern!! Weil die sich aufregen, wenn man es ihnen wegnimmt!! Wer rechnet denn auch mit sowas?!

Ohne Spaß, ich hatte immer recht günstige Handys und habe da auch keinen Wert drauf gelegt. Aber ich wäre auch sauer gewesen, wenn man mir in der Schule mein Bücher weggenommen hätte, die ich in den Pausen gelesen hab. Da hatte ich die Nase genauso viel drin, wie die Schüler aktuell in ihren Smartphones. Beschwert hat sich darüber nie jemand.
Bis auf meinen Mitschüler Juri, der hat mal gefragt, ob ich ein Leseproblem hätte...

Ja, was lerne ich aus den letzten Wochen? Referendariat ist echt mal harte Arbeit und Smartphones sind doof. Aber nicht so doof wie Konferenzen.
16.3.14 18:26


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